KommR Karl Ramharter
Herausgeber der ÖTZ - Österreichische Taxi Zeitung
Fraktionsobmann der Fachliste der gewerblichen Wirtschaft, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!
Die letzten Jahre waren sicher sehr herausfordernd. Das Taxigewerbe hat es trotz widrigster Bedingungen in dieser Zeit geschafft, einige wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen.
Dass die Ausübungsbedingungen unserer Gewerbe nunmehr für alle gleich sind, war ein wichtiger Schritt für eine geordnete Gewerbeausübung. Unsere gewerbepolitische Arbeit in unserer Interessenvertretung muss aber weitergehen. Sie darüber zu informieren ist uns sehr wichtig.
Jahrzehntelang haben wir Sie durch unsere „Österreichische Taxizeitung“ über die Neuigkeiten, Missstände und den Standplatztratsch in unserem Gewerbe auf dem Laufenden gehalten. Das wollen wir auch in Zukunft tun. Dazu werden wir uns nun der neuen Medien bedienen und informieren Sie über die stets aktuelle Homepage unter: www.taxizeitung.at und per Mail sind wir immer für Sie erreichbar: [email protected]
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Sie haben dadurch keine Kosten und können jederzeit ihre Zustimmung widerrufen.
Für Anfragen, Beratungsgespräche und Auskünfte steht Ihnen unser Büro des „Verbandes der österreichischen Autotaxiunternehmer“ zur Verfügung. Dazu ist eine telefonische Terminvereinbarung nötig. Entweder per Mail oder Sie rufen uns an, unter 01/ 715 49 80.
Allzeit gute Fahrt und kollegiale Grüße
wünscht die Redaktion der ÖTZ
KommR Karl Ramharter
TAXILENKER HABEN WENIGER ALHEIMERRISIKO
Zumindest jene Taxilenker, die ihr Gehirn statt das „Navi“ bei der Erstellung der Fahrtroute zur gewünschten Adresse des Fahrgastes gebrauchen.
Das sagt eine in der Zeitung „Kurier“ veröffentlichte Studie aus den USA. Das ist also die Kehrseite der KI.
Das Gehirn wird bei jeder neuen Fahrtroute herausgefordert und damit trainiert.
Die ständige räumliche Navigation dürfte zum Aufbau einer großen „kognitiven Reserve“ führen. Damit wird die Fähigkeit des Gehirns bezeichnet, Schädigungen auszugleichen, zu improvisieren und alternative Wege zu finden, um eine Aufgabe, in unseren Fall eine Fahrtroute, die durch Staus oder Baustellen behindert ist, zu umfahren.
Zum Aufbau dieser Reserve trägt vor allem die Berufsbildung bei. Sprich: So viele Straßenpläne wie möglich im Kopf zu haben und das Navi nur in Ausnahmefällen zu befragen. Unter 443 ausgewerteten Berufen hatten Taxi und Krankenwagenfahrer den niedrigsten Anteil an Todesfällen, die Alzheimer zugeschrieben werden.
Dafür ist eine häufige Todesursache der Taxilenker und Krankenwagenfahrer eine Infektionskrankheit wie Lungenentzündung oder Harnwegerkrankung durch Entzündungen.
Wir Taxifahrer können zufrieden sein. Flugzeugpiloten und Schiffskapitäne rangieren unter 443 Berufen auf Platz 4 und 23 der Alzheimer-Sterblichkeit, Busfahrer sind mit Platz 263 im Mittelfeld.
Nun wird mir auch klar, warum jene Kolleginnen und Kollegen, die ich bei der Pensionisten-Weihnachtsfeier begrüßen durfte, zwar alle möglichen Abnutzungserscheinungen eines langen Berufslebens haben, aber geistig äußerst fit sind. Zu ihrer Zeit gab es noch kein Navi. (13.1.2024)
IM SCHEINWERFER
Die schlechten Nachrichten über verhaltensauffällige Taxilenker, welche es mit ihren negativen Benehmen gegenüber den Fahrgästen in die Medien schaffen, ist das eine. Das andere ist, dass die überwiegende Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen sehr wohl kundenorientiert ihrem Gewerbe nachgeht.
Als oftmaliger Fahrgast kann ich dem Gewerbe ein gutes Zeugnis ausstellen. Aber auch die Meldungen von anderen Taxifahrgästen sind durchwegs positiv. Wenn da nicht die Blase am Standplatz Hauptbahnhof mit ihren, viele sagen mafiösen Strukturen wäre. Was falsch und eine Beleidigung für die sogenannte Mafia ist. Denn für letztere braucht man Intelligenz und es geht um viel Geld. Beides vermisst man bei den Akteuren am Hauptbahnhof. Sie agieren eher wie konzessionierte Bettler. Allgemein ist es notwendig darauf hinzuweisen, unter welch schwierigen Bedingungen das Wiener Taxigewerbe ihre Dienstleistung an der Wiener Bevölkerung aufrecht hält.
Wenn die Politiker es notwendig finden, weisen sie darauf hin, dass dieses Gewerbe für den öffentlichen Personennahverkehr eine notwendige Ergänzung ist und funktionieren muss. Es soll überall präsent und billig sein und Qualität liefern. Sozusagen, eine Eier legende Wollmilchsau, die jeder Landwirt auch gerne hätte.
Im Gegensatz zu den Bauern, hat das Taxigewerbe aber weder eine Lobby
hinter sich, noch darf es sich im Gegensatz zu diesen und öffentlichen Verkehrsunternehmen über fette Subventionen freuen.
Das Gegenteil ist der Fall! Jeder beantragte Taxistandplatz ist für unsere Verhandler der Fachgruppe, übrigens, einen Dank an diese, ein Spießrutenlauf. Vielen der Wiener Bezirksräte sind PKW Parkplätze wichtiger als Taxi Standplätze für die Bevölkerung.
Aber als erste schreien sicher Politiker, wenn ein Taxilenker die geschützte Werkstätte, das Parlament, nicht finden würde. Es ist auch ein gewisses Zeichen von Schwäche unserer Kammervertretung, dass uns die Behörden nicht ernst nehmen. Die Zeit, wo wir als Bittsteller für unserer Gewerbe auftreten, sollte vorbei sein.
In Zukunft müssen wir selbstbewusster unsere Anliegen durchsetzen.
Das geht aber nur, wenn wir Wege finden, die Westentaschen Mafiosi vom Hauptbahnhof zu therapieren, oder in die Wüste zu schicken. Je früher desto besser.
GUTE FAHRT! (16.7.2024)
QR-CODES ALLEIN SIND ZU WENIG
Ein Schritt in die richtige Richtung ist der QR-Codes in den Wiener Taxi. Er soll es den Fahrgästen ermöglichen sich über ihre Rechte leider nicht über ihre Pflichten, zu informieren. Zugleich werden der Firmenname und das Kennzeichen offengelegt.
Verordnet vom zuständigen Stadtrat oder Stadträtin. Vorgestellt von Stadtrat Hanke und dem Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer Ruck. Veröffentlicht in der Wiener Wirtschaft, dem Zentralorgan der Wiener Wirtschaftskammer und damit nur einem kleinen Teil der Wiener Bevölkerung bekanntgemacht. Schade.
Von den beiden wird betont das das Taxigewerbe eine wichtige Aufgabe in unserer Stadt hat.
Wenn dem so ist und das ist auch richtig, so sollte die Aufgabe des Taxigewerbes in diesen Sinne von der Stadt unbedingt erleichtert, unterstützt und gefördert werden.
Der verstorbene ehemalige Wiener Bürgermeister und Ehrenfiaker Zilk wusste, dass man von einem öffentlichen Personen Nahverkehrsmittel nicht nur Leistung verlangen darf, sondern im Sinne der Fahrgastbeförderung auch Ausnahmen von Verkehrsbeschränkungen des Individualverkehrs braucht.
Seit jeher ist es schwierig genügend attraktive Standplätze für die 7000 Taxi in Wien zu bekommen.
Vergisst man in Wien auf jene Bevölkerungsgruppen, die auf das Taxi aus verschiedenen Gründen angewiesen sind?
Da haben es die Radfahrer mit ihrer Schutzpatronin, Stadträtin Sima, schon leichter.
Mit diesen neuen QR-Codes kann der Fahrgast auch über die Qualität der Taxifahrt abstimmen. Da kommt sicher viel Arbeit auf die Beschwerdekommission der Fachgruppe zu. Wenn es hilft die Disziplin der Taxilenker zu erhöhen ist diese Aktion sicher positiv zu bewerten. (9.7.2024)
BAHNHOF der schwarzen Schafe!
Die regelmäßig zu lesenden Pressemeldungen über das negative Fahrgastvertreibende Verhalten von sogenannten Kollegen, am Wiener Hauptbahnhof schaden dem gesamten Wiener Taxigewerbe. Darum ist es im Sinne aller Kollegen, diese verhaltensauffälligen Lenker aus dem Verkehr zu ziehen. Beschwerden gibt es genug und dafür ist die Disziplinarkommission ursprünglich gegründet worden.
Um die sogenannte Spreu vom Weizen zu trennen.
Über das ausmisten von schwarzen Schafen wurde schon viel geredet aber leider ohne den gewünschten Erfolg.
Damit muss Schluss sein.
Wer sich nicht an die Betriebsordnung hält, sollte gehen müssen und sich als Essenszusteller oder sonst was einen Job suchen.
Wer sich seine negativen Gewohnheiten aus seinen Heimatländern nicht ohne Entzugserscheinungen abgewöhnen kann, dem sei geraten und nahegelegt, sich eine Fahrkarte ohne Retourfahrt zu kaufen um diese auch zu benützen.
Die Fahrgäste systematisch zu betrügen und alte und behinderte Menschen nicht zu transportieren ist schäbig und feige.
Den Taxameter vorglühen ist glatter Betrug. Handhaben gegen diese Umtriebe gäbe es genug. Taxilenker müssen vertrauenswürdig sein.
Der Verlust dieses Vertrauen ist zu exekutieren und dringend nötig.
Wie weit wir es in Zeiten wie diesen gebracht haben sieht man daran, dass die jährlich stattfindende Fachgruppentagung, das ist das höchste Mitgliedergremium der Fachgruppe TAXI nur nach Waffenkontrolle betreten werden darf.
Was ist aus diesen in der Öffentlichkeit einst respektierten und angesehenen Gewerbe geworden?
KR Karl Ramharter (4.7.2024)
Wir wollen keinen E-Taxi-Zwang
Natürlich ist es ein Gebot der Stunde „das Klima der Erde zu schützen.“ Das muss aber frei von politisch motivierter Angstmacherei und hysterischem Geschrei geschehen. Statt Verbote muss es vernünftige Anreize geben welche den Betroffenen bei allen Klimaschutzmaßnahmen ein wirtschaftliches Überleben ermöglicht. Auch dem Taxigewerbe.
Zurzeit hat man eher den Eindruck die Politik argumentiert mit Weltuntergangszenarien um bei den kommenden Wahlen Stimmen der verängstigten Bevölkerung zu lukrieren. Das Klima der Erde hat sich seit Jahrmillionen verändert sonst hätten wir noch immer Eiszeit. Es ist auch erwiesen das dort wo sich einst Wälder und Flüsse befanden heute Wüstengebiete sind. Und auch Gletschersterben ist kein Phänomen von heute.
Als Taxiunternehmer habe ich die Sechzigerjahre erlebt. Das waren jene Zeiten in denen man durch schlecht eingestellte Vergasermotoren, wahrlich von Benzin im Blut reden konnte. Inzwischen hat die KFZ Technik durch elektronisches Motormanagement unglaubliches geleistet. Der Verbrauch sank auf mehr als die Hälfte der damals üblichen Vergasermotoren. Schon damals hat die Taxibranche nach Alternativen gesucht und manche haben auf Gasantrieb umgestellt. Heute gibt es als alternative Hybrid und Elektroantrieb. Wobei der Hybridantrieb für viele in der Kollegenschaft eine gute Alternative ist Diese Entscheidungsfreiheit soll auch in unserem Gewerbe, allein nach wirtschaftlichen Aspekten, jedem Unternehmer weiterhin möglich sein.
Dafür müssen wir gemeinsam kämpfen. Mit unserer Interessenvertretung oder auch ohne sie. In unserer Umfrage in der neuen „Taxi Onlinezeitung“ haben sich 99% der Kollegenschaft gegen den Zwang auf E-Auto umzusteigen ausgesprochen. Das ist eindeutig. Wir müssen uns einig sein und es müssen künftig alle Rechtsmittel bis hin zur Verfassungsklage ausgeschöpft werden um zu verhindern das wir zum Spielball parteipolitischer Interessen werden. Manche glauben das Taxigewerbe wird sich alles gefallen lassen. Dazu brauchen wir eine starke, entschlossene Führung.
Unserer Fachgruppe in der Wirtschaftskammer wird den Weg vom Verwalten zur Vertretung der Taxiunternehmer beschreiten müssen. Dafür werden wir sorgen.
Die versprochene Förderung für E-Taxi durch Steuergeld ist nicht nur ein Be(un)ruhigungszuckerl und Lockangebot, sondern obendrein eine Mogelpackung.
Gebrauchte Taxi sind schon heute schwer zu verkaufen. Die Entsorgung von gebrauchten E-Taxi wird künftig nur dann möglich sein, wenn man dafür bezahlt. Damit ist die Förderung durch den Staat als ad absurdum anzusehen. Wir haben auch keine Zeit für langwieriges Stromtanken. Wir stehen erst am Anfang von Alternativen für herkömmliche Treibstoffe für Verbrennungsmotoren. Doch sie werden sicher kommen. Darum ist es ein Gebot der Zeit nicht dem schwächsten Glied im öffentlichen Nahverkehr, dem Taxigewerbe, durch ein grün Diktat die wirtschaftliche Existenzgrundlage zu nehmen sondern etwas zuzuwarten. Oder ist es Absicht das Taxigewerbe oder die bisherige Unternehmerstruktur unseres Gewerbes durch andere Formen zu ersetzen?
Mit UBER und der Spur des Geldes plus einem amerikanischen brutalen Wirtschaftssystem ist alles möglich. (10.08.2023)
ES LEBE DIE STREET-HAIL-FAHRT!
Wie? Sie wissen nicht, was mit dieser Fahrt gemeint ist?
Ganz einfach, es sind Fahrten die seit jeher im Taxigewerbe als Halter auf der Straße und Einsteiger am Standplatz bezeichnet werden. Verwunderlich, dass in der Wirtschaftskammer in Presseaussendungen für einfache Begriffe Anglizismen verwendet, obwohl die WKW meint, man soll in Wien einkaufen und auf Waren zurückgreifen, die in der Region produziert werden.
Wir wissen auch ohne diese Darbietungen aus der Welt der scheinbar Moderne, dass wir ein gutes Personal in der Wirtschaftskammer haben. Daher sind solche Darbietungen außerhalb unserer deutschen Muttersprache unnötig und zeigen nur Minderwertigkeit-Komplexe auf.
WIR SIND FIT, wenn man uns lässt.
Verschiedene Experten, meist aus geschützten Werkstätten der Wiener Stadtverwaltung, haben im Zuge der Verhandlungen über die Erhöhung des Wiener Taxitarif festgestellt, dass das Wiener Taxigewerbe für die Zukunft fit gemacht werden muss. Vollkommen richtig. Aber nicht mit QR Code für Beschwerden und Bankomatzahlungen im Taxi, wie diese meinen, sondern mit echten Förderungen. Wie zum Beispiel: Attraktive, verkehrsgünstige Standplätze, Ausnahmen von Verkehrsbeschränkungen des allgemeinen Verkehres und vieles mehr, so dass die Taxifahrt für den Fahrgast wieder attraktiver wird.
Das Taxigewerbe hat seine Hausaufgaben gemacht. Die Kraftfahrzeuge haben durchwegs eine gute Qualität. Das bestätigen besonders Fahrgäste, die in anderen ferneren Ländern ein Taxi benützten. Viele Wiener Taxiunternehmer steigen aus Ersparnis und Umweltgründen auf alternative Antriebe um.
Daher brauchen wir keine von der Kammer verordnete „Dekarbonisierung“ (Verbot von Verbrennungsmotoren) für das Wiener Taxigewerbe, mit Förderungen in der Höhe von 7 Millionen Euro.
Sollten diese Zwangsmaßnahmen kommen, muss man sich warm anziehen. Denn Klagen beim Verfassungsgericht wegen Gleichheitsverletzung sollte wir uns nicht entgehen lassen. Koste es, was es wolle.
(22.5.2023)
Skandalöse Aussagen eines NEOS Abgeordneten
Kommentar Vizepräsident der WKW Karl Ramharter
Für welchen gut bezahlten Job braucht man keine fachliche Ausbildung?
Für Taxilenker, oder Abgeordnete?
So als hätten die Abgeordneten unseres Parlament keine anderen Sorgen beschäftigt den Abgeordneten Loacker von den NEOS die Frage, wie viel die Wirtschaftskammer Wien für die Taxilenkerprüfungen an Geld umsetzt. Um das zu erfahren gab es von ihm eine Anfrage an den zuständigen Bundesminister. Abgeordneter Loacker meint, die Taxiinnung will sich mit den Einnahmen von 172,30 Euro ein Körberlgeld machen und sich unnötige Konkurrenz vom Hals schaffen. Wie der Schelm ist, so denkt er, sagt ein altes Sprichwort.
Weiters meint der „Volksvertreter,“ dass die Prüfungsfragen für die „Taxler“ unnötig und veraltet sind. Ohne dies zu begründen. Seit 1992 gibt es einen Prüfungskatalog der laufend den Veränderungen und neuen Gegebenheiten angepasst wird. Es gibt keine Prüfungsfragen, die nicht auch gelehrt wurden. Zugegeben auch der Autor dieser Zeilen kann verstehen, dass ein Migrant Schwierigkeiten mit der Sprache und den nötigen Ortskenntnissen hat. Besonders bei uns in Wien. Doch Integration ist, sich die notwendigen Kenntnisse anzueignen. Dem Taxigewerbe zu unterstellen, sich mit hohen Durchfallquoten Konkurrenz vom Leib zu halten, kann nur jemandem einfallen der in einer geschützten Werkstatt tätig ist.
Wir brauchen Taxilenker, aber mit guter Ausbildung und ohne „du sagen ich fahren“. Was Herr Loacker sagen würde, wenn er im Taxi dem Fahrer erklären müsste, wo das Parlament ist? Es ist richtig weiterhin auf Qualität zu setzen. Das Taxigewerbe hat gegenüber der Bevölkerung eine hohe Verantwortung. Auch in der Zukunft möchte ich das Fahrgäste sicher an ihr Ziel kommen. Darum ist Ausbildung, Prüfung und auch die Prüfung der Vertrauenswürdigkeit ein wichtiges Kriterium der Eignung. Gibt es diese Prüfung eigentlich für Abgeordnete auch? (17.04.2023)
DIE UMFÄRBUNG DER SCHWARZEN SCHAFE!
DISZI – die Beschwerdekommission
Auch in der Vergangenheit hatte das Wiener Taxigewerbe mit schwarzen Schafen in ihren Reihen Probleme. Sie schaden dem überwiegenden Teil der Kollegen die durch ein gutes Auftreten gegenüber den Fahrgästen für ein entsprechendes Image dieses Beförderungsgewerbe sorgen. Auch andere Berufsgruppen kämpfen mit dem Problem, dass ein Fehlverhalten von Einzelnen auf die ganze Berufsgruppe abfärbt.
Darum wurde vor dreißig Jahren die Beschwerdekommission gegründet. Kurz auch „Diszi“ genannt. Aufgabe dieses Gremium bestehend aus Kolleginnen und Kollegen des Fachgruppenausschusses ist es, für Ordnung auf Standplätzen und bei Großveranstaltungen, wie Sportereignissen oder Kongressen, in deren Folge ein erhöhtes Aufkommen an Taxi zu erwarten ist, zu sorgen. Auch die Verparkung der Taxistandplätze durch private KFZ aber auch durch Taxis, welche die Toleranzgrenze des Besorgungsparkens überziehen, fällt in deren Aufgabenbereich. Die „Diszi“ kümmert sich auch um Beschwerden von Fahrgästen über angebliches Fehlverhalten von Taxilenker. Angeblich deshalb, weil viele dieser Beschwerden gar kein Fehlverhalten der Taxilenker waren und wer weiß das besser als Mitglieder der Beschwerdekommission, die selbst als Taxilenker unterwegs sind.
In vielen Fällen von berechtigten Beschwerden von Fahrgästen, konnten durch die Vermittlung der Fachgruppe das Einvernehmen mit den Fahrgästen wieder hergestellt und Schlimmeres verhindert werden. Zum Beispiel eine Anzeige bei der Polizei. Die fast immer mit einer Verwaltungsübertretung geahndet wird. Die „Diszi“ will die Kollegenschaft mit dieser Arbeit vor Verwaltungsstrafen schützen. Darum ist es sehr, sehr ratsam Einladungen der „Diszi“ nachzukommen, denn es könnte sonst passieren das sie sich vor dem Verwaltungsgericht verantworten müssen. Die „Diszi“ will ihnen helfen. Auch der Polizei ist es lieber die Fahrgäste beschweren sich in der Fachgruppe. Das wurde schon vor langer Zeit so vereinbart.
Übrigens, die Fachgruppe kennt keinen Spaß bei notorischen Wiederholungstätern, wie Abzocke von Fahrgästen bezüglich Tarif oder anderer Vergehen gegen die Betriebsordnung für das Wiener Taxigewerbe. Zurzeit sind Kontrolleure unterwegs, die auf schwarze Schafe in unserem Gewerbe Ausschau halten und auch schon fündig geworden sind. Es folgen Anzeigen! Die Geduld der weißen Schafe ist nämlich seit einiger Zeit aufgebraucht. (13.4.2023)
TAXIWERBUNG JETZT!!!
Auch wenn das Taxi als Personenbeförderungsgewerbe in allen Städten der Welt als selbstverständlich anzusehen ist, sollte es seinen Platz in der Werbung haben. Besonders in Zeiten in denen die Benützer der öffentlichen Verkehrsangebote durch lange Wartezeiten und sonstigen Erschwernissen, wie in dem Refrain des bekannten Schlagers „ i wart auf a Taxi aber es kommt net ,kommt net“,nunmehr auf Bus und Straßenbahn anzuwenden wäre.
Jetzt, wann sonst?
Müssen die Vorzüge und Stärken dieses die Mobilität der Bevölkerung ergänzenden Verkehrsmittel Taxi beworben werden? Die beste Ware bleibt im Regal liegen, wenn der Kunde um deren Vorzüge und Qualität nicht Bescheid weiß. Für jedermann 24 Stunden zu einem fixen, moderaten Tarif benützbar. direkt von der Haustür zum Zielort von ausgebildeten Lenkern in vorschriftsmäßig ausgestatteten Kraftfahrzeugen.
In den 90er Jahren wurde die Taxi -Werbekampagne „ um eine Spur schneller“, anlässlich der ersten Busspuren und der Mitbenützung derselben durch das Wiener Taxigewerbe ins Leben gerufen. Mit großem Erfolg!
Seitdem hatten die Verantwortlichen unserer Fachgruppe eher dem Schlaf in der sprichwörtlichen Pendeluhr gefrönt. Zugegeben, mit einigen Versuchen, die aber alle als Rohrkrepierer endeten. Obwohl die Fachgruppe den gesetzlichen Auftrag hat das Gewerbe ihrer Pflichtmitglieder wirtschaftlich zu fördern, tun sie so als existiere Werbung überhaupt nicht.
Eine Werbekampagne sollte man unbedingt Profis überlassen. Geld dafür ist genug vorhanden und bekanntlich ist die Fachgruppe kein Sparverein. Bevor das FG.- Kapital von 1.9 Millionen Euro zur knusprigen Beute der Inflation wird sollte es in einer gediegenen Werbekampagne dem gesamten Gewerbe zugutekommen. Oder? Es muss ja nicht alles ausgegeben werden. (13.4.2023)
FIAKERWALFAHRT UND "ALTSPATZEN-WEIHNACHTSFEIER"
Mit Ende der Covid Pandemie soll es heuer wieder diese beiden oben genannten Veranstaltungen geben. Es wäre auch schade, wenn diese Jahrhundert- beziehungsweise jahrzehntelangen Veranstaltungen, an denen man jenen in Ausübung ihres Berufs ermordeten Taxikollegen in der Pfarrkirche „St. Leonhard am Walde“, nähe Weidhofen an der Ybbs, gedenkt. Oder die Weihnachtsfeier für die Taxiunternehmer-Pensionisten im Wiener Rathauskeller. In denen es ein allgemeines Wiedersehen mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen gibt und über die „alte Zeit“ schwadroniert wird, nicht mehr geben würde.
Also, freuen wir uns auf diese traditionellen Veranstaltungen. Denn wie sagt man: Wer keine Vergangenheit hat, hat auch keine Zukunft. (13.4.2023)
Fachgruppentagung Taxi 2022
Es ist zu hinterfragen ob diese Tagung als höchstes Beschlussgremium des Personenbeförderungs- Gewerbe noch zeitgemäß ist, wenn es nichts zu beschließen gibt.
Hat doch vor einigen Jahren diese Tagung den Fachgruppenausschuss beauftragt, den Haushaltsvoranschlag und Jahresabschluss zu beschließen. Ganz legal nach der Geschäftsordnung der WKW und im Interesse der Wirtschaftskammer.
Ist es doch nicht von der Hand zu weisen das seitens der Wiener Wirtschaftskammer der Wunsch besteht die der Kammer angeschlossenen Fachorganisationen, obwohl diese als „Körperschaften des öffentlichen Rechts sich selbst verwalten, so weit wie möglich an sich zu binden um sie zu kontrollieren.
Dafür haben die von der Wirtschaftskammer installierten Geschäftsführer in den diversen Fachorganisationen zu sorgen.
Es braucht schon starke, selbstbewusste Obmänner um sich dagegen zu wehren.
Das Taxigewerbe hat schon viele interessante Tagungen mit noch mehr exzessiven Turbulenzen hinter sich gebracht. Doch noch nie hat ein Geschäftsführer den Vorsitzenden Obmann derart desavouiert das er das Rednerpult okkupiert und einen Bericht vorträgt der eigentlich dem Obmann vorbehalten ist. Soviel zu selbstbewussten Obmännern.
Der Ruf der Kollegenschaft nach Ordnung im Gewerbe zog sich wie ein roter Faden durch diese Tagung und gipfelte in dem Antrag eines Kollegen, die Behörden-Ämter und vor allem die Polizei anzuzeigen, weil sie nicht für Ordnung in unserem Gewerbe sorgen.
Der Antragsteller war von seinem Sendungsbewusstsein derart überzeugt das bei seiner Wortmeldung mit rassistischen Äußerungen das Sicherheitsteam einschreiten musste um ihn vom Rednerpult zu entfernen.
Mit einem Abänderungsantrag zu diesem Antrag, der beinhaltet, die Fachgruppenvorsteher zu beauftragen mit den genannten Behörden Gespräche aufzunehmen um den Wünschen nach Ordnung in unserem Gewerbe nachzukommen, wurde der „Vernunft“ wieder eine Chance gegeben.
Wir sind mehr als ein nur ein Haufen Experten: Bei uns arbeiten kluge Köpfe als Freunde zusammen. Gemeinsam stecken wir viel Freude und Leidenschaft in unser Produkt, das zeichnet uns aus. (13.02.2023)
FÖRDER - DSCHUNGEL
Der Dschungel von 4300 Förderungen ist sicher nicht leicht zu durchschauen. Betriebe finden die freundlichen finanziellen Zuwendungen des Staates unter www.bmf.at/transparenz. Sie sind nach diversen Themen geordnet. Sie haben Recht, wenn sie meinen diese Staatsabhängigkeit kann nicht gesund sein.
Es werden zum Beispiel aus politischen Gründen E-Autos gefördert obwohl Fachleute sagen das dies letzten Endes ein Unsinn ist und über den Umweg Stromerzeugung die Umwelt belastet. Dazu kommen die Unterstützungen anlässlich der Covid-Krise um die Wirtschaft zu sedieren. Heute weiß man, dass die Geschäftsschließungen für die Wirtschaft langfristige negative Folgen hat.
Die wie Schwammerln aufgetauchten Wissenschaftler, haben sich wieder in ihre geschützten Werkstätten zurückgezogen und betrachten weiterhin ihre Glaskugel.
Nachdem sie zwei Jahre ihre Meinung zum Dogma erklärt haben und andere Erkenntnisse als staatsfeindlich erklärt und bekämpft haben.
Nicht wenig Geld in Form von milden Gaben wurde vom Finanzminister unters Volk verteilt das er dem Steuerzahler vorher kalt aus der Tasche gezogen hat. Treffsicherheit? Keine Zeit dafür, der politische Effekt ist wichtiger. Anlässlich dieser Geld-Konfettiparade wird man ernüchternd, spätestens bei der nächsten Budgetrede im Parlament feststellen, dass die Zukunft des Staatshaushaltes früher auch viel besser war. Machen sie sich aber keine Sorgen angesichts der verteilten Milliarden. Mit der hohen Inflation werden die mildtätigen Spenden locker wieder eingespielt.
Für die wunderbare Vermehrung der Staatseinnahmen sorgen schon die Mehrwertsteuer der hohen Preise von selbst. Im Jahr 2022 wurden erstmals über 100 Milliarden an Steuern bezahlt. Doch Vorsicht, ein Staat der dir viel gibt wird dir einmal auch viel nehmen. Die Stunde der Wahrheit liegt in der explodierenden Staatsschuld und deren hohen Zinsen. Das koste es was es wolle Prinzip hat auch eine hässliche Kehrseite, mit höchsten Steuern und höchsten Defizite. Wie machen es unsere Nachbarn die Schweizer fragt man sich bei solchen Aussichten. Vielleicht haben sie Politiker welche die Wirtschaft verstehen und diese nicht nur als Melkkuh der Nation betrachten. Aber Kühe geben nur dann Milch, wenn sie gesund sind und am Leben bleiben. (13.02.2023)
Die Wiener Innenstadt
Planung = Chaos
In dieser Planung versucht man die Quadratur des Kreises. Die nicht gelingen wird. Doch bin ich der Meinung das Unmögliches angestrebt werden muss, um das Möglichste zu erreichen.
In dieser Planung wird versucht, die Innenstadt so zu gestalten, das diese sowohl für die Wirtschaftstreibenden als auch für deren Kunden anziehend bleibt und gleichzeitig dem Klimaschutz entspricht.
Ich bin der Meinung, dass es ein großer Fehler wäre, das Auto als Blutkreislauf der Wirtschaft aus der Innenstadt auszusperren. Die Konkurrenz an Einkaufserlebnissen am Stadtrand ist viel zu groß.
Der vor kurzen von der WKW vorgestellte Masterplan Innere Stadt, stellt nicht nur ein räumlich organisatorisches GUTES Gesamtkonzept dar, es ist auch eine äußerst gelungene Planung der Innenstadt aus Sicht der Wiener Wirtschaft für die Zukunft.
Als Mitglied der Anspruchsgruppe von 2500 Unternehmer mit 6000 Taxis umfassenden Personenbeförderungsgewerbe mit PKW meine ich, dass es sehr schwierig wird die politisch Verantwortlichen dieses Bezirks, die sich Fiaker nur in Form von Leberkäse. Fahrradrikscha statt Taxi sowie Lastenfahrräder statt Lieferfahrzeuge wünschen zu überzeugen, dass eine Stadt auch eine Infrastruktur braucht. Aber möglich ist es.
Unmöglich ist es sicher, das Taxigewerbe als privat geführtes Gewerbe innerhalb von zwei Jahren auf E- Taxi umsteigen und 40 Millionen Euro investieren kann.
Ein Rätsel ist zur Zeit der neu gestaltete Neue Markt. Zwei Hotels aber kein Taxistandplatz. Doch als unverbesserlicher Optimist setze ich auf die positive Gesamtheit der Maßnahmen. Darin enthalten sollen aber auch die Interessen aller Wirtschaftstreibenden berücksichtigt werden. Warum sollen in Zukunft nicht nur Andenkengeschäfte am Sonntag öffnen dürfen.
In dieser Zukunftsvision der WKW ist viel die Rede von Leuchtturmprojekten, positiver Weiterentwicklung und Intelligenz. Ich hoffe das keines dieser Letztgenannten vergessen wird. Glück auf! (13.02.2023)
KommR Karl Ramharter
Verband der Österreichischen Taxiunternehmer
Straße der Wiener Wirtschaft 3/5.Stock
1020 Wien
Tel. Nr.: 01/ 715 49 80
E-Mail: [email protected]